Vorgaben und Richtwerte der ASHRAE

Der Klimatisierung im Rechenzentrum kommt eine immer größere Verantwortung zu. Sie muss immer verfügbar sein, die Temperatur auf den Punkt genau halten, die Luft optimal verteilen, energieeffizient sein und die Luftfeuchtigkeit regulieren.

Nur wenn all diese Aufgaben zuverlässig erfüllt werden kann das Nervenzentrum Ihres Unternehmens ausfallsicher arbeiten und alle Komponenten ihre volle Lebensdauer erreichen.
Temperatur, Luftverteilung, Ausfallsicherheit und Energieeffizienz sind bereits im Bewusstsein der Verantwortlichen angekommen. Wie steht es jedoch um Ihr Wissen über die optimale Luftfeuchtigkeit?
Die meisten Betreiber wissen, dass es bei zu hoher Luftfeuchtigkeit zu Kondenswasserbildung an den Komponenten kommen kann. Doch dass zu geringe Luftfeuchtigkeit die Gefahr von statischen Entladungen erhöht und Storagesysteme Schaden nehmen können ist den wenigsten bewusst. Hier muss die Klimatisierung vielfach um eine künstliche Befeuchtung erweitert werden.

Um die optimalen Gegebenheiten für Ihre Anlage zu eruieren gibt es von der ASHRAE eine Klassifikation der Räumlichkeiten und einen Leitfaden für das Raumklima.

 

Klasse A1:
Typisches Rechenzentrum mit strikt kontrollierten Umgebungsbedingungen und höchsten Verfügbarkeitsanforderungen.
Werte im Bereich von: 15°C bis 32°C und 20% rh bis 85% rh

Klasse A2, A3 und A4:
Typische IT Räume mit teilweise kontrollierten Umgebungsbedingungen, üblicherweise für Volumenserver, Storage-Komponenten, Workstations, Laptops und Drucker.
Werte im Bereich von: 10°C bis 45°C und 7% rh bis 90% rh

Recommendend:
Der von der ASHRAE empfohlene Klimabereich wurde in Kooperation mit den größten Hardwareherstellern erhoben und stellt die optimalen Bedingungen für den größten Teil aller Komponenten dar. Die empfohlenen Werte sind im Bereich von: 18°C bis 27°C und 25% rh bis 60% rh

Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung von Bandlaufwerken geboten, da die Speichermedien Schaden durch zu geringe Luftfeuchtigkeit nehmen können. In diesem Fall sind unbedingt die Spezifikationen des Hardwareherstellers zu beachten.

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